Der Weg der Nahrung zwischen Mund und Klo

Der Weg der Nahrung zwischen Mund und Klo

 

Hi, willkommen bei Biochemie mit Bianca! In dieser Episode schrumpfen wir und hüpfen mit einem Bissen Essen mit in den Mund. Wir verfolgen diesen Bissen bis wir wieder Tageslicht sehen. In der Kloschüssel. Was passiert mit dem Essen zwischen Mund und dem Klogang? Warum liegt ein Organ, getarnt als Süßkartoffel in uns? Und was macht der Blinddarm eigentlich so den ganzen Tag?

Unsere Reise der Nahrung starten wir … in der Leber.

Die Leber ist der Überwachungsturm für die Nahrung. Sie filtert nicht nur diverse Schadstoffe heraus, sondern sie stellt auch sicher, dass wir die richtige Menge Zucker im Blut haben. Wenn wir zu wenig Zucker im Blut haben, holt sie diesen aus den körpereigenen Speichern und wenn zu viel Zucker herumschwirrt, sackt die Leber diesen ein und stopft ihn in die Speicher. Außerdem kann sie Protein in Zucker oder Fett umwandeln. 1 Neben all dem beherbergt die Leber noch einen Untermieter: die Gallenblase. 2,3,4 Die Leber produziert bis zu einen Liter Galle pro Tag! 4 Wenn dein Gegenüber Gift und Galle spuckt, dann bedeutet dass, das du dich für eine hitzige Diskussion rüsten musst. Das ist in eine Redewendung, wenn jemand besonders wütend und richtig gehässig ist! 5–7 Allerdings gäbe es ohne Galle keine Torte mit Schlagobers / Schlagsahne. Und auch keinen Schweinsbraten. Denn die Galle ist wichtig, damit wir Fett verdauen können.

Die Galle rinnt von der Leber in die Bauchspeicheldrüse und tritt in Action, wenn Essen dort vorbeischwimmt. 2–4

Wie das funktioniert, schauen wir uns an, wenn wir, als Essen verkleidet, genau das tun. Jetzt möchte ich noch hinzufügen, dass die Bauchspeicheldrüse nicht nur Galle spendet, sondert auch Insulin produziert. Also das Molekül, der für die Zuckereinlagerung in die Zellen nötig ist. Bei Diabetes gibt es Probleme mit diesem Insulin. Die Bauchspeicheldrüse schaut aus wie eine Süßkartoffel. Egal ob Diabetes oder nicht. Eine geriffelte Wurst, die an einem Ende breiter und am anderen Ende schmäler ist. Süßkartoffeln schauen der Bauchspeicheldrüse nicht nur ähnlich, sondern sie unterstützen sie auch bei ihrer Arbeit: Zucker raus aus dem Blut, rein in die Zellen. 8

 

Sodala, daweil wenden wir uns vor der Süßkartoffel in uns ab und starten die Reise der Nahrung. Wir schrumpfen jetzt mikroskopisch klein ZUUUUP und sitzen in einer unverdaubaren kleinen Kugel MITTEN am Speiseteller. Bevor wir in den Mund geschoben werden, hier ein kleiner Überblick, welchen Weg wir zurücklegen werden: Ein kleiner Reiseplan quasi: Angefangen beim Mund, rutschen wir die Speiseröhre hinunter in den Magen. Wenn uns der Magenpförtner vorbeilässt, hüpfen wir in den Dünndarm bis wir am Blinddarm vorbeischwimmen und uns im Dickdarm befinden. Schlussendlich warten wir darauf das der Schließmuskel uns passieren lässt und wir rutschen durch den After in die Kloschüssel. 9 In dieser Episode widmen wir uns dem festen Essen. Aber der Vollständigkeit halber wollen wir die Getränke kurz erwähnen: Flüssigkeiten durchschwimmen den gleichen Weg wie das Essen bis in den Darm. Dort wird ein Teil der Flüssigkeit in die Blutbahnen geschleust, durch die Nieren gefiltert und zum Teil als Urin ausgepinkelt. 10, 11

 

Jetzt beginnen wir unsere Reise mit dem festen Essen:

Wir sitzen in der Reisekugel auf dem Teller und der Riesen-Mensch schiebt uns auf eine Gabel und steckt uns in seinen Mund. Die Zähne zerkleinern den Essensbrei und gleichzeitig kommt von allen Seiten Speichel daher. Menschen haben drei Drüsen im Mund die beim Essen und sogar beim bloßen Anblick der Nahrung Speichel in den Mund schießen. Diese liegen in der Nähe der Ohren, beim Kiefermuskel und unter der Zunge. Bei mir ist der Speicheleintritt manchmal so sogar so stark, dass wenn ich etwas esse, es richtig stark hinten im Kiefer zieht. Der Mensch produziert immer etwas Speichel. Beim Schlafen weniger, beim Essen mehr. An einem Tag produzieren wir bis zu 1,5 Liter Speichel!

Dieser Flüssigkeitszuschuss ist einerseits da, damit der Essensbrei besser die Speiseröhre runterrutscht, anderseits zersetzt sie damit schon die Nahrung! 12–15 Nahrung besteht aus drei Hauptbestandteilen: Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate. Also alle Formen von Zucker. Der Speichel enthält ein Enzym namens Amylase. Enzyme sind kleine körpereigene Maschinen die bestimmte Aufgaben übernehmen. Amylase ist als erster am Start der zahlreichen Enzyme und beginnt Kohlenhydrate in kleinere Zuckermoleküle zu zersetzen. 16,14 Aus diesem Grund schmeckt eine Semmel / Brötchen, etwas süß, wenn man sie lang genug kaut. Man beißt regelrecht den Zucker raus. Die Spucke, oder wie man hier in Wien sagt: der Schlaaatz, kann sogar noch was! Speichel hat eine antibakterielle Wirkung. Er stellt also für die ersten Krankheitserreger schon mal eine Barriere dar. 17 Speichel ist wie Gandalf aus Herr der Ringe. „You shall not pass!“ Also ein kleiner Gandalf. Denn da rutschen schon noch so einige Krankheitserreger vorbei.

Nachdem das Essen um uns herum gut gekaut wurde, schiebt die Zunge es Richtung Rachen und wir rutschen in unserer Kugel gemeinsam mit dem Essensbrei die Speiseröhre hinunter. Der menschliche Körper ist ja sehr ausgeklügelt und hat dafür gesorgt, dass wir sogar schlucken können, wenn wir gleichzeitig einen Kopfstand machen würden. Das Essen rutscht nämlich nicht nur so vor sich hin, sondern die Muskeln der Speiseröhre schieben es mit einer Wellenbewegung gezielt Richtung Magen. 14 Damit wir auch wirklich in Richtung Magen geschoben werden und uns nicht in der Luftröhre verirren, ist der Kehlkopf sehr wachsam. Je nachdem ob Luft, oder Essen den Rachen hinunterkommt, verschließt er kurz die Luft, – oder die Speiseröhre. Aus diesem Grund kann man auch nicht Atmen während man schluckt. 18

Nächster Stopp: der Magen. Wir haben in unserer Reisekugel den Magen nicht von vorne betreten, sondern leicht seitlich. Auch das ist vom Körper wieder sehr schlau gemacht, denn somit muss der Mensch nicht bei jedem Schritt, Lachen oder sonstigen Bauchmuskel-Anspannungen aufstoßen. 19 Einen Super Tipp habe ich mir aus dem Buch „Darm mit Charme“ mitgenommen. Wenn man richtig vollgegessen ist, sollte man sich gerade hinsetzen und den Kopf leicht anheben. Dann muss man nicht so arg aufstoßen und Rülpsen. Wenn man den Freunden das Alphabet vorrülpsen möchte, ist eine krumme Haltung zu empfehlen. 19

In diesem Sack-förmigen Magen werden wir gemeinsam mit der Nahrung herumgeschubst. Spätestens hier sind wir glücklich, dass wir in unserer stabilen Reisekugel zu sitzen. Denn die Umgebung des Magens ist alles andere als gastfreundlich. Der Magen ist unser großer Gandalf, er produziert den Magensaft. Dieser Magensaft besteht neben paar Enzymen vor allem aus Salzsäure und ist sehr sauer. Dank der Salzsäure wird der Großteil an Krankheitserregern vernichtet. Der Magensaft ist so sauer, dass der Magen eine eigene Schutzschicht hat, um sich nicht selbst zu verdauen!20–23 Wenn diese Schutzschicht, die Magenschleimhaut, angegriffen ist, spricht man von einer Gastritis. 21,24

Die Enzyme die im Magen sind finden die saure Umgebung toll. Die brauchen das sogar, um auf Höchstleistung zu arbeiten! 21,22 Diese Enzyme helfen einerseits der Magensäure bei der

Gandalf-Arbeit und zusätzlich bereiten sie die ersten Proteine für die weitere Verdauung vor. 25 Der Magen hat eine weitere – sehr wichtige – Aufgabe. Wenn etwas von dem wichtigen Vitamin B12 gegessen wird, wird dies im Magen schon mal fleißig bearbeitet (intrinsischer Faktor), damit es später im Darm dann aufgenommen werden kann. 26

 

Und da ist immer dieser Mythos, man soll Kaugummis nicht schlucken, sonst verkleben sie den Magen. Also ich sags` euch. Ein Kaugummi, der die Magensäure mit Leichtigkeit aushält, würde einem noch ganz andere Probleme machen. Das einzige worüber man sich Sorgen machen kann, wenn man richtig viele Kaugummis isst, ist wo das nächste Klo ist. Denn Kaugummi kann in großen Maßen mal gleich abführend wirken.27 *Pups* Alles mit Maß und Ziel.

Wenn wir genug von der sauren Umgebung im Magen haben, suchen wir den Ausgang. Wir wollen in den Dünndarm flüchten. Aber das geht gar nicht so leicht. Denn der Weg ist abgesperrt und der Magen ist zu! Am Ende des Magens haben wir den Magenpförtner sitzen. Dieser Magenpförtner ist ein Schließmuskel der auf und zu geht und häppchenweise den Essensbrei in den Dünndarm weiterlässt. Er darf nicht zu wenig durchlassen, sonst ergibt das bald Magen-weh und Übelkeit. Er darf aber auch nicht zu viel in den Dünndarm schleusen. Ansonsten könnte der saure Magensaft den Dünndarm angreifen. Immer schön Häppchenweise. In unserer Reisekugel drängeln wir uns ganz nach vorn und sind im nächsten Häppchen dabei und dürfen in den Dünndarm rutschen. 28,29

 

Bisher wurde unser Essen nur etwas anverdaut. Bis zum Dünndarm wurden vor allem Krankheitserreger vernichtet. Aber hier im Dünndarm geht’s so richtig los mit der Verdauung.

Gleich am Anfang vom Dünndarm sehen wir jemanden den wir schon kennen: Die Süßkartoffel. Die Bauchspeicheldrüse. Unser Süßkartoffel-Organ hat auch einen Eingang in den Dünndarm. Und von dort spuckt die Süßkartoffel immer etwas Galle in den Dünndarm.

Die Leber produziert Galle. Diese fließt über Gallenwege in die Süßkartoffel- Bauchspeicheldrüse und von dort in den Dünndarm.

Am Anfang dieser Episode hab ich erzählt, ohne Galle kein Schweinsbraten. Wenn jetzt

Ein Happen Schweinsbraten vorbeischwimmt, stürzt sich die Galle auf das Fett und zerlegt es in kleine kleine Fett-Tröpfchen.30,31 Manche kennen Galle von schmerzhaften Gallensteinen und Bauchkoliken. Aber die Galle verdient ein besseres Image. Denn ohne Galle würden wir ein Leben ohne Pommes, Speck, Nüsse und Schwarzwälderkirschtorte führen müssen!

Also Danke Galle!

 

In unserer kleinen Reisekugel werden wir viel Zeit im Dünndarm verbringen. Schließlich ist er 4 – 7 Meter lang. Ich bekomm schon Bammel, wenn ich am 5 Meter Brett im Schwimmbad steh. Und unser Dünndarm kann noch länger sein! Dem Dünndarm haben wir zu verdanken, dass die Spagetti Bolognese nicht nur als zerkauter Spagetti-Brei wieder ausgeschieden wird, sondern, dass wir die Nährstoffe aufnehmen können. Du bist was du isst. Wenn wir genau sind, dann: Du bist was du isst und was dein Dünndarm aufnimmt. So eine wichtige Aufgabe ist gar nicht so leicht zu bewerkstelligen, wenn man nur den halben Oberkörper zur Verfügung hat. Aber der Dünndarm ist nicht nur lang, sondern auch sehr gefinkelt. Die Innenwand des Darms ist nicht glatt, sondern voller kleiner Ausstülpungen, namens Villi. Auf diesen Villi sitzen noch kleinere Villi, sogenannten Microvilli. Wenn man den Darm auflegt, so dass alle Ausstülpungen glatt liegen, dann ist der Darm so groß wie ein Tennisplatz. 32,33,34–36

 

Damit der Dünndarm nun alle Nährstoffe aus den Spagetthi Bolognese bekommt, wird alles kurz und klein geschnippelt. Die Scheren die hier so fleißig schneiden sind Enzyme. Nicht jede Schere kann alles schneiden. Es gibt ganz verschiedene Enzyme, die gezielt das eine oder andere Molekül schneiden. Zum Beispiel schneidet das Enzym namens Laktase den Doppelzucker Laktose in seine kleinsten Einheiten. Menschen denen diese spezielle Schere, das Enzym Laktase fehlt, haben eine Laktoseintoleranz und vertragen keine Milch oder Milchprodukte.37

 

Wenn die Nahrung nicht in die kleinsten Bestandteile geschnippelt werden, kann der Darm sie nicht aufnehmen. Bei der Laktoseintoleranz kann der Doppelzucker Laktose nicht geschnipselt und aufgenommen werden. Dann schwimmt Laktose weiter im Darm herum und die betroffenen Personen bekommen Durchfall, Bauchschmerzen und ganz schlimme Blähungen. 37

Wenn alles in die kleinsten Einheiten geschnitten ist, kann es vom Darm aufgenommen werden. 38,39 Hier kommt unser Tennisfeld des Darmes ins Spiel. Auf diesen ganz vielen Ausstülpungen, Zotten, sitzen unendlich viele Rezeptoren. Für manche Nahrungseinheiten gibt es sogar eigene Transporter. Wenn ein Essens-schnipsel vorbeischwimmt, schnappen sich die Transporter zum Beispiel einen Spagetti-zucker oder ein Käse-protein und schleusen es durch die Darmwand durch in das Blut. 38

Im Gegensatz zu Zucker und Protein wird Fett nicht ins Blut geschleust, sondern zuerst in die Lymphgefäße und dann in das Blut. Die Lymphe begleitet die Blutgefäße, haben aber ihre eigenen Gefäße. Sie ist wichtig für das Immunsystem und eben für den Fetttransport. 40,41

Die drei Hauptspieler der Nahrung sind Zucker, Protein und Fett. Für sie gibt es ganz spezielle Anlaufstellen und Transporter. Solche Anlaufstellen gibt es auch für Vitamine und Mineralstoffe. So wird Eisen und Calcium vor allem in einem bestimmten Darmabschnitt aufgenommen, weil es dort die meisten Anlaufstellen dafür gibt. 41

Nun schwimmt die Spagetthi Bolognese in ihren Einzelteilen im Blut herum. Und jetzt? Jetzt schließt sich der Kreis. All das wird zur Leber gebracht. Dieses tolle Organ entscheidet und koordiniert nun, ob das an Zellen und Organe verteilt wird, kann Moleküle in andere Moleküle umbauen oder lagert überschüssige Energie ein. 42–46

Diese überschüssige Energie kann sie in zwei Formen einlagern: Entweder in den kleinen Zuckerspeichern in den Muskeln oder in der Leber selbst. OOOOder – und das ist der Hauptteil – als Fettpölsterchen verteilt am ganzen Körper. 47–49

Das ist also der Kreislauf der Nahrung: In den Mund hinein, durch die Speiseröhre in den Magen, vorbei am Magenpförtner, bearbeitet durch die Galle, geschnitten durch Enzyme im Dünndarm, Aufnahme durch die Darmwand in das Blut, Transport zur Steuerzentrale Leber und Verarbeitung.

 

Aber wenn schon alles verarbeitet ist… warum müssen wir dann kacken?

Wir sind in unserer kleinen Reisekugel, befinden uns noch immer im Dünndarm und wandern nun die letzten Schritte. Also Schritte machen wir ja nicht- wir kugeln den letzten Abschnitt hinunter. Bevor wir in den Dickdarm rollen, schauen wir noch beim Blinddarm vorbei. Dieser Blinddarm. Was kann der überhaupt, außer weh tun? Bei etlichen Pflanzenfressern, ist der Blinddarm viel größer und besser ausgebildet. In manchen Tieren funktioniert der Blinddarm als Fermentationskammer. Obwohl wir Menschen nicht die Nachbars Wiese zum Frühstück abgrasen, hat der Blinddarm eine wichtige Funktion für uns. Unser Darm ist das zu Hause für ganz viele Mikroorganismen. Untermieter im Darm. Die Mikroorganismen machen gemeinsam die Darmflora aus. 50–52

In dem menschlichen Verdauungstrakt befinden sich mindestens genauso viele Bakterien und andere Mikroorganismen wie es menschliche Zellen gibt. Manche behaupten sogar es wären 10 Mal so viele! 53 Die Darmflora hilft uns nicht nur bei der Verdauung, sondern sie ist auch ein wichtiger Teil des Immunsystems. Und das brauchen wir auch bei durchschnittlich 60 Tonnen Nahrung die während eines Menschenlebens aufgefuttert werden! 53 Die Mikroorganismen – die Untermieter – wohnen im gesamten Darm. Leider gibt es ab und zu eine radikale Hausräumung: Durchfall … oder auch manche Antibiotika. Wenn unser Darm aber frei von der hilfreichen Darmflora wäre, gilt das einer Einladung für die bööösen Mikroorganismen die nur Ärger machen. Hausbelagerungen und Randale. Hier kommt der Blinddarm ins Spiel. Der Blinddarm ist das kleine Versteck von der guten Darmflora. Nachdem beim Durchfall der größte Teil ins Klo gespült wird, kriechen die guten Untermieter aus dem Blinddarm heraus und bevölkern langsam wieder den Darm. 50–55 In der Apotheke bekommt man sogenannte Probiotika, gute Untermieter, die ebenso die Darmflora unterstützen. 56 Es gibt zahlreiche Studien, bei denen Personen mit Darmproblemen dank einer Stuhl-übertragung geholfen werden konnte. Im ersten Moment wirkt das vielleicht ekelig. Aber eigentlich sehr schlau. Böse Mikroorganismen raus, freundlich gesinnte wieder rein. 57

 

Im Dickdarm kommt nach dem langen Dünndarm der Rest an. Großteil der Nahrungsstoffe konnten bereits im Dünndarm aufgenommen werden. Der Dickdarm holt nun aus den unverdaulichen Resten Wasser, Vitamine und Elektrolyte heraus. Und nicht nur das. Der Dickdarm- bzw. die Darmflora-Untermieter können sogar Vitamin K und B produzieren! Diese werden dann wieder ins Blut aufgenommen. 58

Wenn Kohlenhydrate im Dünndarm nicht gut verdaut werden konnten, versucht der Dickdarm mit seinen Bakterien sein Glück. Leider resultiert das meist in Durchfall und Bauchkrämpfen. 38

Im Dickdarm werden nun die restlichen unverdaulichen Nahrungsbestandteile zusammengefasst. Das sind unter anderem Ballaststoffe, sowie Fett, Protein und Kohlenhydrate denen die Aufnahme im Darm zu schnell ging. Aber der Kot besteht noch aus vielen anderen Bestandteilen: Lebende und tote Untermieter des Darms werden ausgeschieden. Mikroorganismen. Und auch die Darmwand selbst wird regelmäßig erneuert, die alten Zellen werden hinaus gekickt. Ein ganz wichtiger Bestandteil ist natürlich Wasser. Du merkst bei deinem eigenen Geschäft selbst, ob da viel oder wenig Wasser dabei ist. Und warum ist Kacke braun? Wegen der Galle. Die Galle rinnt ja von der Leber durch die Süßkartoffel-Bauchspeicheldrüse in den Dünndarm, um dort Fett in kleine Tröpfchen aufzuteilen. Und da die Galle nicht mehr in die Süßkartoffel zurückkriechen kann, wird auch sie ausgeschieden. Galle ist zwar gelb-grün, aber während sie den Darm hinunterfließt, arbeiten paar Enzyme daran und sie wird braun. Die Galle hat wiederum ihre Farbe durch die Abbauprodukte von roten Blutkörperchen. 57,59–62

Das was wir täglich in die Kloschüssel abgeben ist nur ein kleiner Teil unseres Stoffwechsels. Der menschliche Körper ist großartig im Recyceln.

 

Bevor wir in unserer Reisekugel es nun in die Kloschüssel schaffen, treffen zwei Welten aufeinander. Die bewusste und die unbewusste Welt. Ein großer Teil des Verdauungstraktes wird durch die unbewusste Welt- durch das parasympathische Nervensystem gesteuert. Obwohl Umwelt und Verhalten sehr wohl einen Einfluss auf die Verdauung haben, müssen wir nicht gezielt die Darmschleifen auffordern sich zu bewegen. Wir müssen dem Magenpförtner nicht sagen: Jetzt öffnen! Und wieder zu. Und auch die Bauchspeicheldrüse – die Süßkartoffel – benötigt keine direkten Anweisungen, damit sie Galle in den Darm schießt. Aber eins machen wir gezielt: Kacken. Damit das auch wirklich funktioniert, gibt es einen ausgeklügelten Mechanismus. Hier empfehle ich ganz stark das Buch „Darm mit Charme“. Wir sind in unserer Reisekugel am Ende der abenteuerlichen Fahrt angekommen und stecken mitten in einem Stück….Sch*** …also Kacke. Unser Kack-Zug wird nun vom unterbewussten Nervensystem Richtung Ausgang geführt. Dort treffen wir aber auf das bewusste Nervensystem: das sympathische Nervensystem. Der letzte Schließmuskel dem wir nun begegnen, macht nicht einfach so auf. Sensoren in diesem letzten Abschnitt erkennen unseren Kack-Zug und melden das dem Hirn. Unser Hirn checkt nun mithilfe der Sinnesorgane ab, ob wir in Freiheit entlassen werden können. Falls wir schon mit heruntergelassener Hose am Klo sitzen, öffnet sich auch die letzte Türe- der äußere Schließmuskel und der Zug fährt ab. 63,64,19 Falls wir dem Kack-Zug aber immer und immer wieder die Weiterfahrt verweigern, zum Beispiel, weil wir gerade auf einer wilden Party sind oder im Park spazieren, dann werden die Sensoren entmutigt die frohe Botschaft des Zuges weiterzugeben. Das kann dann  zur Verstopfung führen. 19

Wenn wir schon dabei sind: Wenn man sich beim Kacken hinhockt, geht das alles leichter. Der letzte Abschnitt des Dickdarms liegt dann etwas entspannter da. Das kann man ganz leicht umsetzen, sogar ohne sich auf die Kloschüssel zu hocken. Oftmals gibt es diese kleinen Hygieneeimer auf den Toiletten. Den unter die Füße schieben und VOILÁ, schon bist du in der Hockpostion – beim gleichzeitigen Sitzen. 19 Sitz-hocken? Hock-sitzen.

 

Zusammenfassung

Unsere Nahrung besteht aus drei Hauptbestandteilen: Fett, Protein und Kohlenhydrate. Daneben gibt es noch zahlreiche Moleküle die wir in geringem Maße brauchen: Vitamine und Mineralstoffe. Die Verdauung startet bereits im Mund, wo das Enzym Amylase beginnt Kohlenhydrate zu zersetzen. Der Essensbrei wird von der Speiseröhre in den Magen geschoben, wo dieser kräftig herumgeschubst wird. Proteine werden anverdaut und vor allem werden Krankheitserreger durch die Magensäure abgetötet. Wenn der Türsteher – der Magenpförtner – und passieren lässt, landet das Essen im Dünndarm. Gleich zu Beginn wird der Essensbrei mit Galle angespritzt. Die Galle kommt von der Leber, wandert durch die Süßkartoffel-Bauchspeicheldrüse und stürzt sich auf das Fett. Die Galle zerkleinert das Fett in kleine Fetttröpfchen. Hier, im Dünndarm geht’s rund. Enzyme – kleine Maschinen – zerschneiden Fett, Protein und Kohlenhydrate in die je kleinsten Einheiten. Viele viele Rezeptoren und Transporter schnappen sich diese kleinen Nahrungs-schnipsel-teile und leiten sie durch die Dünndarmwand in das Blut. Das was überbleibt, schiebt sich vorbei am Blinddarm in den Dickdarm. Der Blinddarm ist das kleine Versteck – das Leo für die guten Darmbakterien. Von dort können sie den Darm wiederbesiedeln, wenn es mal zu einer Darm-räumung kam. Im Dickdarm werden die unverdauten Speisereste zu einer Wurscht zusammengefasst. Wasser wird noch aufgenommen und die Bakterien dürfen mit dem Brei noch etwas spielen. Das kann super sein – indem sie Vitamine produzieren, kann aber auch zu Blähungen und Durchfall führen. Damit wir nicht immer mit einer Windel rumlaufen müssen, weil jederzeit etwas Kacke den Darm verlassen könnte, haben wir einen wichtigen Schließmuskel ganz zum Schluss. Obwohl ab dem Mund das Verdauungssystem unbewusst arbeitet, übernimmt zum Schluss unser bewusstes Nervensystem und lässt den Kackzug nur dann  abfahren, wenn das Hirn sein OK dazu gibt. Die Nahrungs-schnipsel-teile welche nun im Blut rumschwirren, werden zur Leber gebracht. Die Leber ist die grandiose Steuerzentrale. Sie entgiftet, entscheidet, was wo verwendet wird, ob Fettpölsterchen angetastet werden müssen, oder ob neue Speckfalten gebildet werden.

 

Fun Facts

Im Meeting, im Theater, im vollgepackten Zug – plötzlich grummelt der Bauch so laut, dass man alle Blicke auf sich spürt. Der Essensbrei rutscht nicht nur vom Mund bis zum After. Er wird gezielt durch die Bewegungen des Verdauungstraktes herumgeschubst und weitergeschoben. Diese Bewegungen machen immer Geräusche. Wenn man den Kopf auf den Bauch einer anderen Person legt, kann man es gurgeln hören. Besonders laut hört man diese Bewegungen, wenn der Verdauungsgang leer ist. Denn dann können die Geräusche nicht durch Essensbrei gedämpft werden. 65–67

 

Der zweite Fun Fact ist ein ziemlicher Fail. Der Spinat-Mythos. Der bekannteste Spinat-esser ist wohl Popeye, der nach einer Ladung Spinat vor Kraft strotzte. Spinat steckt zwar voller guter Dinge. Trotz weitverbreitetem Irrglauben, ist er nicht das non-plus-ultra was Eisen betrifft. Spinat wurde, bzw. Wird teilweise noch immer als Spinat-bombe angesehen. Das Ganze führt auf einen schlichten Rechenfehler zurück. Die Kommastelle wurde eins zu weit gesetzt. Das heißt Spinat hat nur ein Zehntel von dem Eisen, wie es ursprünglich hieß. 68 Macht nix – trotzdem rein damit. Denn Spinat steckt voller Vitamin A, C, Folsäure, Calcium und ja- auch noch Eisen. 69,70

 

Nächstes Mal bei Biochemie mit Bianca bleiben wir bei der Ernährung. Warum vertragen manche Personen bestimmtes Essen nicht? Was steckt hinter den Unverträglichkeiten und weshalb haben manche Personen gleich mehrere Unverträglichkeiten? Kann das Zufall sein?

Alle Shownotes inklusive Transkript und Quellen findest du wie immer auf www.biochemiemitbianca.com.  Folge dem Link in der Podcastbeschreibung. Außerdem findest du diesen Podcast auf Facebook und Instagram. Besonders freue ich mich, wenn du diesen Podcast likst und abonnierst, wo auch immer du ihn hörst und ihn deinen Freunden weiterempfiehlst!

Bis zum nächsten Mal bei Biochemie mit Bianca!

Servus und Baba

 

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