Liebe, Sex und Eifersucht

Liebe, Sex und Eifersucht

 

Frühlingsgefühle, Romantik, Liebe. Unzählige Gedichte, Lieder und Filme gibt es über dieses Gefühl in uns: Die Liebe. Liebe ist eines der größten Mysterien des menschlichen Daseins. Aber ist es das wirklich? Oder ist diese zwischenmenschliche Anziehung nur ein Produkt von Hormonen? Wie viel ist wirklich unser Herz dabei, und wie viel unser Hirn? Was uns verrückt spielen lässt und wie unsere Sinne dich bei der Partnerwahl beeinflussen, hörst du jetzt!

Bevor wir hier richtig starten, möchte ich hier eine Frage klären. Nimmt das Erforschen von Liebe, das Zerlegen in verschiedene Hormone dem Ganzen nicht seine Magie? Ist Liebe nicht viel mehr als das Produkt hormongesteuerter Zweibeiner und auch Vierbeiner?

Ja, Liebe ist mehr als nur das Produkt von Hormonen. Zahlreiche psychologische Faktoren, wie Gemeinsamkeiten, einen ähnlichen ökonomischen Background, Bildungsstatus, und politische Ausrichtung machen einen großen Teil aus. Aber durch den Einfluss ein paar wichtiger Moleküle, fühlen wir eben wie wir fühlen. Und nur weil man das versteht, heißt das ja nicht, dass man es nicht auch genießen kann. Eine der bekanntesten Forscherinnen auf diesem Gebiet, Helen Fisher,  hat mal gesagt: Wenn man alle Zutaten eines Schokoladenkuchen kennt, kann man sich dennoch hinsetzen und diesen voller Genuss essen. 1

Also los geht’s: Auf in den Schokoladenkuchen!

Um dieses komplexe Konstrukt der Liebe besser zu verstehen, brechen wir das in 3 Kategorien runter:

  • Lust, sexuelles Begehren.
  • Attraktion und Anziehung. Du bist regelrecht verrückt nach jemanden und kannst nicht aufhören an die Person zu denken. Du befindest dich auf Wolke sieben und trägst eine rosa-rote Brille.
  • Verbundenheit und tiefe Zuneigung die in langjährigen Beziehungen verspürt wird

Das wird so unterteilt, weil in diesen 3 Phasen je ein anderer Hormoncocktail dir deine Gefühle beschert. Keine Angst, ich überhäufe dich nicht mit einer Flut von Fachbegriffen. Ein paar Hormone werden ins Spiel kommen und u wirst erstaunt sein, wie viele du davon schon mal irgendwo gehört hast. Und wenn in Zukunft dein Freund nicht aufhört von dessen Schwarm zu reden, dann denkst du dir: Jaja, dieses Dopamin leistet alle Mal hier!

Natürlich gibt es auch noch andere Arten der Liebe, wie zum Beispiel die der Eltern zu dem Kind. Aber heute sehen wir die Welt durch die verliebten Augen eines Paares. Da die meisten Studien mit heterosexuellen Paaren durchgeführt wurden, sind die Aussagen auch so ausgelegt. Nichtsdestotrotz kann man diese natürlich auch auf homo – und bisexuelle Personen umlegen.

 

Wir starten Kopf-über in die 1. Phase der Liebe: das Begehren: Östrogen, Testosteron

Zwei der bekanntesten Hormone laufen hier auch Hochtouren: Die Geschlechtsbildenden Hormone Testosteron und Östrogen. Obwohl sowohl Männer und Frauen beide Hormone produzieren, haben Frauen Großteil Östrogen, Männer vor allem Testosteron in sich.2,3,4

 

Egal wo du hin gehst, egal was du machst, diese eine spezielle Person marschiert in deinem Kopf Runden. Du bist verrückt nach ihr oder ihm. Tja, da bist du nicht alleine. Denn du bist in der

Phase 2 der Liebe: Attraktion und Anziehung: Dopamin, Serotonin

Kein Wunder dass man davon spricht, regelrecht süchtig nach jemanden zu sein. Denn wenn du mit deiner Special-Person Zeit verbringst, kommt ein besonderes Hormon im Belohnungszentrum deines Hirns zum tragen: Dopamin.

Dopamin ist der Grund, warum du schlaflos bist und so verliebt, dass sogar der Appetit ausbleibt. Außer der Appetit auf diesen Menschen. Dopamin ist Dope. Das ist nicht nur ein Wortspiel, sondern Dopamin, das Glückshormon, ist an erster Stelle, wenn es um Sucht geht. Spielsucht, Shoppingsucht, Sucht nach Substanzen. Also auch bei Süchten nach zum Beispiel Alkohol, Nikotin, Kokain und Heroin.  5,6,7,8 Manche Wissenschaftler sagen sogar, dass durch das Überfluten des Hirns mit Dopamin beim verliebt sein und bei sexuellen Handlungen sich wie ein Kokain-rausch anfühlen kann.6,9 Zusätzlich zu den Hormonen, kann man starke Hirnaktivität in spezifischen Regionen beobachten. Genau die gleichen Regionen sind auch bei Süchten aktiviert. 10,11,12 Wie auch bei anderen Drogen, kann auch Liebe zu zerstörerischem Verhalten führen und Menschen in destruktiven Beziehungen halten. 13

 

Übrigens: Für Frauen gibt es eindeutig einen bestimmte Zeitspanne, um mit einer Sucht aufzuhören. Sei das Rauchen, Alkohol oder sich aus einer destruktiven Beziehung lösen. Dieser Zeitpunkt kommt monatlich und ist abhängig vom Menstruationszyklus. Frauen fällt es in den zwei Wochen nach Eisprung bis zur Menstruation leichter eine Sucht zu beenden. 14 Viel Erfolg!

In dieser Phase der starken Anziehung, klopft einem das Herz bis zum Hals, man beginnt leicht zu schwitzen und jede noch so kleine Tat des angebeteten Gegenüber brennen sich ins Hirn.

Das kennt man eigentlich von der Fight or Flight Reaktion. Also Ein Hormon, dass ausgeschüttet wird, wenn wir unter Stress stehen und uns vorbereitet zu kämpfen oder zu fliehen. Fight or Flight Tatsächlich werden da die gleichen Hormone ausgeschüttet wie wenn du Hals über Kopf in jemanden verliebt bist! Nur in diesem Fall trittst du die Flucht nach vorne an– in die Arme der Person, die dir nicht mehr aus dem Kopf geht! 15–17

Und dann war ja noch der Freund oder Freundin, die NICHT MEHR AUFHÖRT über das Objekt der Begierde zu sprechen. Er oder sie ist regelrecht BESESSEN! 18 Die Eifersucht schießt durch die Decke und als guter Freund oder Freundin muss man viel Geduld beweisen. Interessanterweise haben frisch Verliebte einen äußerst niedrigen Serotoninspiegel. Bzg. Ein Transporterprotein dafür. Wer das noch hat? Personen mit Zwangsstörungen! Ja, vielleicht ist Liebe eine interessante Form der Zwangsstörung. 10,19–23

Bestimmte Medikamente unter anderem Antidepressiva, Antipsychotika und Medikamente gegen Parkinson regulieren die Level an Serotonin und Dopamin. Sie verändern wie sich Serotonin und Dopamin im Hirn auswirkt Also die Hormone die die Phase 2 der Liebe steuern. Je nach dem ob die Medikamente die Hormone erhöhen oder senken, erschwert das die Möglichkeit einen Orgasmus zu erlangen, ODER erleichtert es und resultiert in Personen die plötzlich richtig horny sind. 12,26,24,27

In dieser Phase kommt auch die rosa-rote Brille zum Einsatz. Wie kann es sein, dass ein frisch Verliebter seine besonderes Gegenüber in den Himmel hochhebt und die offensichtlichen Macken einfach NICHT SIEHT? Rückblickend auf eine gescheiterte Beziehung fragen sich manche: Wie konnte ich nur so blind sein? Deine Augen haben wunderbar funktioniert. Nur ein Teil von deinem Hirn hat geschlafen. Genauer gesagt der Bereich, der der für die Beurteilung anderer Menschen zuständig ist. 28,29

 

  1. Phase: Langjährige Beziehungen: Zuneigung, emotionale Verbundenheit, Vertrauen zueinandern: Oxytocin, Vasopressin

Liebe bis der Tod uns scheidet? Ist der Mensch für eine monogame Beziehung gemacht? 95% aller Tierspezien sind es nämlich nicht. Von den restlichen 5% sind die meisten nur seriell monogam. Also für die Zeit die nötig ist, um den Nachwuchs großzuziehen. Von allen Tierspezien sind ganze 0,0001% lebenslang monogam. Und die meisten davon sind Vögel. 30–32

 

Du denkst dir vielleicht: Ich leb ja nicht in der Steinzeit. Naja, eine Region in deinem Hirn schon: das limbische System. 33 Gene wollen verbreitet werden. Sie wollen sich mit anderen möglichst verschieden Genen treffen. Warum? Die Frage ist ganz leicht beantwortet: Es geht um die Kinder. Wenn Menschen mit ähnlichen Genen, zum Beispiel eng verwandte Menschen, Nachwuchs bekommen, erhöht das die Chance auf Totgeburten, Kindersterblichkeit und Missbildungen.

Und je mehr ich meine Gene verbreite, desto höher ist die Chance, dass ein Teil von mir weiterlebt. 30,34,35 Das menschliche Hirn freut sich um so mehr, wenn man mit verschiedenen Partnern Sex hat. Da schlagt der Wunsch der Gene voll durch. Verschiedene Partner, höherer Genaustausch, Freude Freude Freude. Diese Tatsache wird Coolidge Effect genannt.

Benannt nach dem amerikanischen Präsidenten Coolidge. Präsident Coolidge und seine Frau waren zu Besuch auf einem Bauernhof und wurden GETRENNT voneinander herumgeführt. Beim Hühnerstall angelangt fragte die First Lady, weshalb nur ein einziger Hahn unter den ganzen Hennen lebte. Weil der Hahn sich TÄGLICH dutzende Male paart. „Sagen sie das meinem Mann“ hat die First Lady vernehmen lassen. Als kurz darauf Präsident Coolidge das erzählt bekommen hatte, fragte er: Paart der Hahn sich denn immer mit der GLEICHEN Henne?“, „Nein, er paart immer mit einer anderen Henne.“. „Sagen sie DAS meiner Frau“36–38 Jaja, die Coolidges.

 

Welche Vorteile hat eine Beziehung?

Kinder gemeinsam aufziehen. Ok, das haben wir nun gehört. Was noch? Beziehungen fördern ein langes Leben. Auch Beziehungen außerhalb einer romantischen Beziehungen, also zu Freunden, Familien, Nachbarn und Kollegen, verlängern die Lebensspanne. Ein Leben mit wenigen sozialen Begegnungen wird ähnlich stark verkürzt, als würde man täglich 15 Zigaretten rauchen oder Alkoholiker sein. 39–41

Beziehungen fördern die Gesundheit, das Vermögen, die Belastbarkeit, Erholen von Krankheiten und führt zu erfolgreicheren Kindern. 42,43,44

Was lässt uns zusammen bleiben? Das Bindungshormon Oxytocin. Wenn Oxytocin ausgeschüttet wird, dockt das im Belohnungszentrum des Hirns an. Es fühlt sich gut an. Oxytocin wird ausgeschüttet durch soziale Interaktionen, Kuscheln, Orgasmen und besonders stark bei der Geburt. 2,45–48

Das Bindungshormon Oxytocin hilft auch Menschen mit Autismus stärkere soziale Bindungen aufzubauen! 49

 

Um besser zu verstehen, was uns mit dem Partner zusammenbleiben lässt, schaut man sich eine ganz bestimmte Tierspezies an. Prärie-Wühlmäuse. Das sind unglaublich herzige kleine Maus-Hamster-ähnlich-ausschauende Tiere. Das spannende an diesen Kuscheltier-ähnlichen Tierchen ist, dass sie monogam leben. Im Gegenzug zu den Prärie-Wühlmäusen sind deren Cousins die Rocky-Mountain-Wühlmäuse die reinsten Casanovas. Schnell ab in die Kiste und danach haut das Männchen auf Nimmer Wiedersehen ab. Weil sich diese zwei Tierarten abgesehen davon sehr ähnlich sind, hat man sich angeschaut, was den Unterschied ausmacht.

Oxytocin ist der Unterschied! Um genauer zu sein, Oxytocin-Rezeptoren sind die Antwort auf diese Frage. Also die Anlaufstelle für Oxytocin. Das Zusammenaufziehen der Babys, das Zusammenleben und Sex lässt in den Präriewühlmäusen ganz viel Oxytocin zu seinen Rezeptoren schwirren. Die Wühlmäuschen werden erfüllt von dem Bindungshormon.

Der anderen Art der Wühlmäuschen den Casanova – Mäuschen, fehlt diese Fülle an Oxytocin-Rezeptoren. 30 Das wichtige sind hier – wie bei zahlreichen anderen Molekülen – die Rezeptoren. Oxytocin braucht immer einen Empfänger, um seine Wirkung voll auszufalten. 50–54 Also Kuscheln mit deiner Lieblingsperson löst die Produktion von Oxytocin aus, aber ohne Rezeptoren wunderst du dich, warum du überhaupt im gleichen Bett liegst.

Bei unseren verliebten weiblichen Prärie-Wühlmäuschen hat man entdeckt, dass wenn man eben diese Rezeptoren blockt, dann fragen sich diese genau das. Auf einmal wars‘ das mit der Liebe zum auserwählten Prärie-mäuserich. 50

 

So ist das mit den weiblichen Mäuschen, was sagt das über die Männchen aus? Testosteron kommt in Frauen und Männern vor. Vor allem bei Männern zählt es zu DEM Sexualhormon. Das Bindungshormon Oxytocin zeigt aber ein gegenteiliges Verhalten zu Testosteron. 55 Wenn man zum Beispiel Menschen Testosteron gibt, führt das zu verringertem Vertrauen. Oxytocin erhöht es Vertrauen wiederum. Oxytocin fördert auch zu einer vermehrten Hingabe, um Kinder aufzuziehen. 5657

Mit mehr Testosteron im Blut fällt es Menschen schwerer positive und neutrale Emotionen im Gesicht des Gegenübers zu deuten. Oxytocin erleichtert es. 22,60,24,25,61 Im Gegensatz dazu, erkennt man mit mehr Testosteron zornige Gesichtsausdrücke leichter.62,63 Es scheint so, als ob wir Menschleins mit viel Oxytocin im Körper einfach ALLE Mitmenschen umarmen und lieb haben wollen. Dem Testosteron ist das Lieb haben recht wurscht, solange es möglichst gut Gefahren erkennt. Bei Männern die sich gebunden haben, sinkt der Testosteronlevel und Oxytocin bereitet alles für eine harmonische Beziehung vor. 18

 

Bedeutet, dass das Männer, die vor Testosteron strotzen, unfähig sind emotionale Bindungen einzugehen? Sind wir wirklich für die Ewigkeit dazu verdammt, dass Männer in der Wildnis jagen und Frauen in der Höhle soziale Bindungen knüpfen?

Der Ursprung mag vielleicht dort liegen, aber natürlich können auch Männer Bindungen eingehen. Ich stell dir hier ein weiteres Hormon vor: Vasopressin. Es hat in der Öffentlichkeit noch nicht so viel Bekanntheit erlangt wie Testosteron oder Oxytocin, nichtsdestotrotz ist es echt cool! Vasopressin *Trommelwirbel* reguliert die Urinkonzentration! 64

Das stimmt zwar, aber Vasopressin kann noch viel mehr: Die Hormone  Oxytocin und Vasopressin mögen bei Frauen und Männern je eine andere Gewichtung haben, aber gemeinsam erzeugen sie in allen Geschlechtern emotionale Bindung. 64,65,66,67 68,69

Die Rezeptoren für diese zwei Hormone, Oxytocin und Vasopressin, verändern sich übrigens während des Lebens. Je nachdem welche Erfahrungen du machst und in welcher Umwelt du lebst, können sich diese verändern. 70–72

Wir sind nicht unser Leben lang verdammt, immer auf die gleiche Art von Typen hereinzufallen. Und eine bestehende Beziehung ist und bleibt Arbeit. Mh, wer hätte das gedacht….

 

Liebeskummer

Viele Beziehungen erleben einen tragischen Punkt: Die Trennung. Den Stress den eine Person in dieser Phase erlebt, führt nicht nur zu höherem Blutdruck und schwächerem Immunsystem. Wenn jemand verlassen wurde, schüttet das Hirn noch mehr Dopamin aus und der arme Mensch will, aber kann gar nicht aufhören and den Ex-Partner zu denken. 73,74

Sodala. Mit dem Wissen, dass so verschiedene Moleküle uns und unser Liebesverhalten beeinflussen, macht der Satz „Zwischen uns stimmt die Chemie“ voll Sinn. Lass uns kurz zusammenfassen, welche Hormone bzw. Neurotransmitter uns beeinflussen:

Sexuelle Begierde wird vor allem durch die Hormone Östrogen und Testosteron gesteuert. Die Zeit in der man regelrecht verrückt nach jemanden ist, ist durch Dopamin verantwortet. Gleichzeitig können Verliebte weder schlafen, noch viel essen, beginnen zu Schwitzen und bekommen Herzklopfen. In ihnen wurde das Fight or Fligth Syndrom ausgelöst – direkt in die Arme des Objekt der Begierde. Verliebt sein stimuliert den gleichen Hirnbereich, wie es Süchte tun. Durch einen verringerten Serotoninspiegel zeigen Verliebte Zeichen der Besessenheit. Eifersuchtsdramen sind einer Zwangsstörung ähnlicher als sie sein wollen. Neben der Phase dieser verrückten Verliebtheit, gibt es die harmonische und vertrauensvolle Beziehung. Nette Worte, liebevolle Gesten, sowie Orgasmen lösen die Bindungshormone Oxytocin und Vasopressin aus. Testosteron in Männern sinkt, weshalb sie empathischer und sozialer werden.

 

Unsere Sinne

Was löst diese Hormoncocktail aus? Unsere Sinne! Unsere Sinne sammeln in der Außenwelt alle Informationen und geben sie in die Innenwelt ab.

Unser stärkster Sinn ist der Sehsinn. Im Gegensatz zu Hunden beschnüffeln wir Menschen zum Kennenlernen nicht am Analbereich des Gegenübers. Zumindest will ich das hoffen. 75 Auch im Tierreich ist es weit verbreitet einen Partner durch sein grandioses Aussehen zu beeindrucken. 76 Pfauenfeder, Löwemähne, die buntesten Vögel…

Laut einer Studie gleichen sich die Hirnströme zweier Menschen an, wenn sie sich lange genug tief in die Augen schauen. 77 Außerdem wirkt das Gegenüber attraktiver wenn er oder sie einen direkt anschaut und dabei auch noch lächelt. 78 Ob ein Mann jemanden sexy findet, wird verraten durch …… seine Augen! Die Pupillen erweitern sich! 79

Attraktivität wird oft gleichgesetzt mit positiven Eigenschaften.80,81 Attraktivere Menschen bekommen leichter einen Job und bekommen sogar geringe Strafen in Kriminalfällen. 82,83

Was ist denn überhaupt attraktiv für die Augen? Das variiert stark zwischen den Kulturen. 84 85 Von der Wespentaille angefangen bis hin zur Körperform von Venus von Willendorf. 86 Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Über manche Faktoren sind sich aber alle einig. Symmetrie ist ein Zeichen von Attraktivität. 85 Diese Ansicht ist so weit verbreitet, dass es die lustigsten Studien dazu gibt. So hat man zum Beispiel bei Männern rausgefunden, dass je symmetrischer der Körper, desto mehr und schneller sind die Spermien! 87 Bei Frauen korreliert die Symmetrie der Brüste mit ihrer Fruchtbarkeit. 88 Es gibt auch zahlreiche nicht ganz so lustige Studien, wie zum Beispiel, dass je asymmetrischer das Gesicht, desto höher die Wahrscheinlichkeit für Atemwegskrankheiten. 89 Neben der Symmetrie ist noch ein Faktor ganz bestimmend für die Attraktivität: Gewöhnlichkeit! Ja! Durchschnittlichkeit ist super! 90,91 Denn Durchschnittlichkeit zeugt von einer hohen genetischen Diversität, also von einem gesunden Menschen. 92 Angeblich steht auch eine rote Gesichtsfarbe für Gesundheit. 93 Die Wissenschaftler dieser Studie haben mich noch nie nach einer Runde Joggen gesehen. Ich leuchte so knall rot, dass Passanten mich mit besorgten Blicken überhäufen….

Haben die Augen jemanden erspäht, tritt der Mensch näher und die anderen Sinne können das Gegenüber auschecken. Der Geruch ist beim Menschen bei weitem nicht gut so ausgeprägt wie bei anderen Tieren. Manche Affen „waschen“ regelmäßig ihre Hände und Füße im eigenen Urin – als Teil des Soziallebens. 94,95

Auch wenn wir dieses Ritual nicht unbedingt annehmen müssen, nehmen wir Menschleins Dinge dank unserer Nase unbewusst wahr. Nicht nur die Augen bevorzugen Symmetrie. Auch der Geruch von Menschen mit hoher Symmetrie wird als attraktiver wahrgenommen. 96 Wir können sogar einen Teil des Immunsystem unseres Gegenübers riechen!

Frauen beurteilen Männer attraktiver, wenn deren Immunsystem andere Krankheiten besser bekämpft wie das eigene Immunsystem. Das bedeutet, dass eventuelle Kinder gegen eine Vielzahl an Krankheitserreger gerüstet wären. Je ähnlicher das Immunsystem der Eltern ist, desto krankheitsanfälliger ist das Kind. Je unterschiedlicher das Immunsystem, desto attraktiver der Geruch! Um genau zu sein, wurden in dem Fall nicht die Männer beurteilt, sondern deren T-Shirt in welches sie tagelang reingeschwitzt haben. 97 Was man nicht alles für die Wissenschaft tut! Der Geruchssinn von Frauen ist besonders stark um den Eisprung herum. Also zu dem Zeitpunkt an dem sie am fruchtbarsten sind. Und besonders schwach – bzw. gestört, wenn sie mit der Pille verhüten! 98,99 Frauen mit Pille fühlen sich plötzlich mehr zu Menschen hingezogen, die ein ÄHNLICHES Immunsystem haben wie sie. Also genau verkehrt rum. Manche Frauen berichten nach dem Absetzen der Pille, dass ihr Partner auf einmal anders riecht! In Wirklichkeit hat sich aber nicht der Geruch des Partners verändert, sondern der Geruchssinn der Frau! 97–99 Männer hingegen finden den Geruch von Frauen attraktiver, wenn diese gerade am fruchtbarsten ist! 96 Aber nur Single-Männer! Männer in Partnerschaften erkennen keinen großen Unterschied mehr. 100

Neben den Augen und der Nase darf noch ein weiteres Sinnesorgan sein Rating zur Attraktivität abgeben: Die Ohren! Bei Männern ist das einfach: Hohe Stimmen bei Frauen sind attraktiver als tiefe Stimmen. Frauen sind da komplizierter gestrickt. Aaalso….

In der Zeit um den Eisprung herum bevorzugen Frauen Männern mit höherer Stimme. Denn Testosteron erzeugt eine tiefe Stimme. Du erinnerst dich: je mehr Testosteron, desto weniger Empathie. Die Theorie ist, dass Frauen in ihrer fruchtbarsten Zeit einen Mann um sich haben wollen, der empathisch ist und der das Zeug für Kindererziehung hat.

In der restlichen Zeit während des Zyklus, präferieren Frauen aber Männer mit testosteronstrotzender tiefer Stimme. 101,102

Tja- es ist halt nicht so einfach mit uns Frauen 😉

 

Zusammenfassung:

Wenn man verliebt ist, geht einem nicht das Herz auf, sondern das Hirn! Wie auch in anderen Lebenslagen, lassen uns Hormone und Botenstoffe so fühlen wie wir eben fühlen. Sexualhormone steuern die sexuelle Begierde. Was für eine Überraschung. Die rosarote Brille bekommt man aufgesetzt, weil Tonnen an Dopamin das Hirn überfluten und wie bei einer Sucht die Gedanken auf diesen speziellen Menschen fokussieren. Durch den Stress, durch das Fight or Flight Syndrom den das Verliebt sein auslöst, klopft das Herz bis zum Hals und wir beginnen zu schwitzen. Gleichzeitig sinkt der Serotoninspiegel und der Verliebte handelt und denkt wie ein Besessener. In harmonischen Beziehungen voller Vertrauen binden die Bindungshormone Oxytocin und Vasopressin die Menschen aneinander.

Bis es soweit kommt, muss man sich erst mal kennenlernen. Der Sehsinn ist da ganz vorn dabei. Während manche Eigenschaften von verschiedenen Kulturen anders bewertet werden, sind sich alle über paar Sachen einig: Attraktiv ist Symmetrie, Durchschnittlichkeit und ein rotes Gesicht. Oder so.

Über den Geruchsinn nehmen wir bewusst nicht viel wahr, aber entnehmen dem Körpergeruch unbewusst viele Informationen. Personen deren Immunsystem andere Krankheitserreger bekämpfen kann als das eigene, sind für die Nase attraktiv. Außerdem wird der Geruch von Frauen um den Eisprung herum am attraktivsten.

Männer bevorzugen Frauen mit hoher Stimme, während Frauen tiefe Stimmen bei Männern bevorzugen. Außer sie haben gerade einen Eisprung, dann doch lieber höhere Männerstimmen.

 

Fun Facts:

Hast du schon mal bemerkt, dass du nach einem Orgasmus richtig gut schläfst? Nicht nur du! Der Hormoncocktail der da ausgeschüttet wird, reduziert Stress, vermindert Schmerz und lässt uns besser entspannen. Also wenn du dich mal wieder von links nach rechts wälzt, weißt du nun was helfen kann 😉 103–106

Warst du schon mal in der Situation, in der du nicht aufhören konntest an jemanden zu denken, aber hättest diese Person gerne aus deinen Gedanken entfernt? Dazu gibt es einen interessanten TED X Talk in dem die weibliche Rapperin Dessa beschreibt wie sie sich ENTliebt hat. Den Link zum Video findest du wenn du dem Link in der Podcastbeschreibung folgst. Dieser führt dich zum Transkript auf meiner Website www.biochemiemitbianca.com

Kennst du jemanden der in einer der Liebesphasen ist? Sexuelle Lust, Verrückt nach jemanden oder tiefe Verbundenheit? Dann leite diese Episode jetzt weiter.

Nächstes Mal bei Biochemie mit Bianca: Der Tod! Was passiert, wenn wir sterben? Und wie wird die Biochemie bei Mordfällen eingesetzt? Warum wurde wegen DNA-Spuren der Falsche eingesperrt?

Alle Shownotes inklusive Transkript und Quellen findest du wie immer auf www.biochemiemitbianca.com.  Folge dem Link in der Podcastbeschreibung. Außerdem findest du diesen Podcast auf Facebook und Instagram. Besonders freue ich mich, wenn du diesen Podcast likst und abonnierst, wo auch immer du ihn hörst und ihn deinen Freunden weiterempfiehlst!

Bis zum nächsten Mal bei Biochemie mit Bianca!

Servus und Baba

 

Dessa’s TED X Talk: Can We Choose to Fall Out of Love?

https://www.youtube.com/watch?v=-seMFHOxZhI

 

  1. Fisher, H. The brain in love . (YouTube, 2008).
  2. Wu, K. Love, Actually: The science behind lust, attraction, and companionship. Harvard University (2017). Available at: http://sitn.hms.harvard.edu/flash/2017/love-actually-science-behind-lust-attraction-companionship/. (Accessed: 24th April 2020)
  3. Heißmann, N. Boten der Lust . STERN.de
  4. ScienceHook. Chemistry behind Love . (YouTube, 2016).
  5. Frascella, J., Potenza, M. N., Brown, L. L. & Childress, A. R. Shared brain vulnerabilities open the way for nonsubstance addictions: Carving addiction at a new joint. Ann. N. Y. Acad. Sci. 1187, 294–315 (2010).
  6. Earp, B. D., Wudarczyk, O. A., Foddy, B. & Savulescu, J. Addicted to love what is love addiction and when should it be treated? Philos. Psychiatry Psychol. 24, 77–92 (2017).
  7. Volkow, N. D. et al. Addiction: Decreased reward sensitivity and increased expectation sensitivity conspire to overwhelm the brain’s control circuit. BioEssays 32, 748–755 (2010).
  8. Foddy, B. Addicted to food, hungry for drugs. Neuroethics 4, 79–89 (2011).
  9. Blum, K. et al. Sex, Drugs, and Rock ‘N’ Roll: Hypothesizing common mesolimbic activation as a function of reward gene polymorphisms. J. Psychoactive Drugs 44, 38–55 (2012).
  10. Stromberg, J. This is your brain on love – Vox. Vox (2015). Available at: https://www.vox.com/2015/2/12/8025525/love-neuroscience. (Accessed: 26th April 2020)
  11. Polter, A. M. & Kauer, J. A. Stress and VTA synapses: Implications for addiction and depression. Eur. J. Neurosci. 39, 1179–1188 (2014).
  12. Oliva, I. & Wanat, M. J. Ventral tegmental area afferents and drug-dependent behaviors. Front. Psychiatry 7, (2016).
  13. Sussman, S. Love addiction: Definition, etiology, treatment. Sex. Addict. Compulsivity 17, 31–45 (2010).
  14. Horstman, J. The Scientific American Book of Love, Sex and the Brain: The Neuroscience of how, when, why and who we love. Wiley, (2012).
  15. Griffin, M. & Taylor, G. Norepinephrine modulation of social memory: evidence for a time-dependent functional recovery of behavior. – PubMed – NCBI. Behav Neurosci. 109, 466–73 (1995).
  16. Fisher, H. E. Lust, attraction, and attachment in mammalian reproduction. Hum. Nat. 9, 23–52 (1998).
  17. Seshadri, K. The neuroendocrinology of love. Indian J. Endocrinol. Metab. 20, 558–563 (2016).
  18. Maslar, D. How Your Brain Falls In Love . YouTube (2016). Available at: https://www.youtube.com/watch?v=eyq2Wo4eUDg. (Accessed: 23rd April 2020)
  19. FOCUS Online. Die Biochemie der Liebe . FOCUS Online Available at: https://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/partnerschaft/beziehung/tid-8889/partnerschaft_aid_237470.html. (Accessed: 22nd April 2020)
  20. Greenberg, M. The Science of Love and Attachment . Psychology Today (2016). Available at: https://www.psychologytoday.com/us/blog/the-mindful-self-express/201603/the-science-love-and-attachment. (Accessed: 26th April 2020)
  21. BBC Science. Does Love Drive You Mad? BBC Science Available at: https://www.bbc.co.uk/science/hottopics/love/brain.shtml. (Accessed: 26th April 2020)
  22. PsychGuides.com. OCD (Obsessive-Compulsive Disorder) . PsychGuides.com Available at: https://www.psychguides.com/ocd/. (Accessed: 26th April 2020)
  23. Baumgarten, H. G. & Grozdanovic, Z. Role of serotonin in obsessive-compulsive disorder. Br. J. Psychiatry. Suppl. 13–20 (1998).
  24. Komisaruk, B. R., Beyer, C. & Whipple, B. Orgasm . The Psychologist (2008).
  25. Stahl, S. M. & Grady, M. M. Stahl’s Essential Psychopharmacology Neuroscientific Basis and Practical Applications Third Edition With Illustrations by Nancy Muntner Editorial Assistant. (2008).
  26. Komisaruk, B. R., Beyer-Flores, C. & Whipple, B. The Science of Orgasm | Johns Hopkins University Press Books. (2007).
  27. Bowers, M. B., Van Woert, M. & Davis, L. Sexual behavior during L-dopa treatment for Parkinsonism. Am. J. Psychiatry 127, 1691–1693 (1971).
  28. Castro, G. The Neuroscience of Love . Tufts University (2014). Available at: https://sites.tufts.edu/emotiononthebrain/2014/12/08/the-neuroscience-of-love/. (Accessed: 27th April 2020)
  29. Zeki, S. The neurobiology of love. FEBS Letters 581, 2575–2579 (2007).
  30. Yakir, L. What is Love – scientifically? . YouTube (YouTube, 2017).
  31. Breed, M. D. & Moore, J. Mating Systems. in Animal Behavior 307–339 (Elsevier, 2012). doi:10.1016/b978-0-12-372581-3.00011-8
  32. Whiteman, L. Animal Attraction: The Many Forms of Monogamy in the Animal Kingdom. National Science Foundation 292–8070 (2013). Available at: https://www.nsf.gov/discoveries/disc_summ.jsp?cntn_id=126932. (Accessed: 20th April 2020)
  33. Breuning, L. G. The Neurochemistry of Love . Psychology Today (2018). Available at: https://www.psychologytoday.com/us/blog/your-neurochemical-self/201802/the-neurochemistry-love. (Accessed: 24th April 2020)
  34. Helsedirektoratet. Having children when the parents are blood relatives.
  35. Young, I. D. Introduction to Risk Calculation in Genetic Counseling . (Oxford University Press, 2006).
  36. Stier, B. & Höhn, K. Abenteuer Pubertät: Was sich die Natur dabei gedacht hat – Bernhard Stier, Katja Höhn – Google Books. (Kösel-Verlag, 2017).
  37. Ventura-Aquino, E., Fernández-Guasti, A. & Paredes, R. G. Hormones and the Coolidge effect. Molecular and Cellular Endocrinology 467, 42–48 (2018).
  38. Steiger, S., Franz, R., Eggert, A. K. & Müller, J. K. The Coolidge effect, individual recognition and selection for distinctive cuticular signatures in a burying beetle. Proc. R. Soc. B Biol. Sci. 275, 1831–1838 (2008).
  39. Yang, Y. C. et al. Social relationships and physiological determinants of longevity across the human life span. Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A. 113, 578–583 (2016).
  40. Harvard Health. Can relationships boost longevity and well-being? . Harvard Health (2017). Available at: https://www.health.harvard.edu/mental-health/can-relationships-boost-longevity-and-well-being. (Accessed: 20th April 2020)
  41. Nauert, R. Relationships Are Important for Longevity. Psych Central (2018). Available at: https://psychcentral.com/news/2010/07/29/relationships-are-important-for-longevity/16177.html. (Accessed: 20th April 2020)
  42. Gottman, J. The Science of Love . (YouTube, 2018).
  43. Kay, M. F. How Building Resilience Could Save Your Relationship . Psychology Today (2018). Available at: https://www.psychologytoday.com/us/blog/financial-life-focus/201801/how-building-resilience-could-save-your-relationship. (Accessed: 20th April 2020)
  44. Gillett, R. How your marriage influences your child’s success . Business Insider (2016). Available at: https://www.businessinsider.com/how-your-marriage-influences-your-childs-success-2016-8?r=DE&IR=T. (Accessed: 20th April 2020)
  45. Young, L. The Reward System includes Vasopressin and Oxytocin :: CSHL DNA Learning Center. Cold Spring Harbor Laboratory DNA learning Center Available at: https://dnalc.cshl.edu/view/2383-The-Reward-System-includes-Vasopressin-and-Oxytocin.html. (Accessed: 20th April 2020)
  46. Magon, N. & Kalra, S. The orgasmic history of oxytocin: Love, lust, and labor. Indian J. Endocrinol. Metab. 15, 156 (2011).
  47. Stein, A. Neurologie: Die dunklen Seiten des Kuschelhormons Oxytocin – WELT. Welt (2014).
  48. Young, L. Dopamine, Oxytocin, Rewards, and Bonding. Cold Spring Harbor Laboratory DNA Learning Center Available at: https://dnalc.cshl.edu/view/2384-Dopamine-Oxytocin-Rewards-and-Bonding.html. (Accessed: 20th April 2020)
  49. Yamasue, H. & Domes, G. Oxytocin and autism spectrum disorders. in Current Topics in Behavioral Neurosciences 35, 449–465 (Springer Verlag, 2018).
  50. Young, L. J. The Neural Basis of Pair Bonding in a Monogamous Species: A Model for Understanding the Biological Basis of Human Behavior . (2003).
  51. Fletcher, G. J. O., Simpson, J. A., Campbell, L. & Overall, N. C. The Science of Intimate Relationships . in (Wiley, 2019).
  52. Insel, T. R. The Challenge of Translation in Social Neuroscience: A Review of Oxytocin, Vasopressin, and Affiliative Behavior. Neuron 65, 768–779 (2010).
  53. Insel, T. R. & Shapiro, L. E. Oxytocin receptor distribution reflects social organization in monogamous and polygamous voles. Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A. 89, 5981–5985 (1992).
  54. Cormier, Z. Gene switches make prairie voles fall in love. Nature (2013). doi:10.1038/nature.2013.13112
  55. Crespi, B. J. Oxytocin, testosterone, and human social cognition. Biol. Rev 0–000 (2015). doi:10.1111/brv.12175
  56. Weisman, O., Zagoory-Sharon, O. & Feldman, R. Oxytocin administration to parent enhances infant physiological and behavioral readiness for social engagement. Biol. Psychiatry 72, 982–989 (2012).
  57. Holtfrerich, S. K. C., Pfister, R., El Gammal, A. T., Bellon, E. & Diekhof, E. K. Endogenous testosterone and exogenous oxytocin influence the response to baby schema in the female brain. Sci. Rep. 8, (2018).
  58. Bos, P. A., Terburg, D. & Van Honk, J. Testosterone decreases trust in socially naïve humans. Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A. 107, 9991–9995 (2010).
  59. Kosfeld, M., Heinrichs, M., Zak, P. J., Fischbacher, U. & Fehr, E. Oxytocin increases trust in humans. Nature 435, 673–676 (2005).
  60. Domes, G., Heinrichs, M., Michel, A., Berger, C. & Herpertz, S. C. Oxytocin Improves ‘Mind-Reading’ in Humans. Biol. Psychiatry 61, 731–733 (2007).
  61. Procyshyn, T. L., Watson, N. V. & Crespi, B. J. Experimental empathy induction promotes oxytocin increases and testosterone decreases. Horm. Behav. 117, 104607 (2020).
  62. Van Honk, J. et al. Correlations among salivary testosterone, mood, and selective attention to threat in humans. Horm. Behav. 36, 17–24 (1999).
  63. Domes, G., Steiner, A., Porges, S. W. & Heinrichs, M. Oxytocin differentially modulates eye gaze to naturalistic social signals of happiness and anger. Psychoneuroendocrinology 38, 1198–1202 (2013).
  64. Baribeau, D. A. & Anagnostou, E. Oxytocin and vasopressin: Linking pituitary neuropeptides and their receptors to social neurocircuits. Front. Neurosci. 9, 335 (2015).
  65. Carter, C. S. The oxytocin-vasopressin pathway in the context of love and fear. Frontiers in Endocrinology 8, (2017).
  66. Charlton-Menys, V. & Durrington, P. N. Human cholesterol metabolism and therapeutic molecules. Exp. Physiol. 93, 27–42 (2008).
  67. Gimpl, G. & Fahrenholz, F. The oxytocin receptor system: Structure, function, and regulation. Physiological Reviews 81, 629–683 (2001).
  68. Teed, A. R., Han, K., Rakic, J., Mark, D. B. & Krawczyk, D. C. The influence of oxytocin and vasopressin on men’s judgments of social dominance and trustworthiness: An fMRI study of neutral faces. Psychoneuroendocrinology 106, 252–258 (2019).
  69. Jiang, Y. & Platt, M. L. Oxytocin and vasopressin increase male-directed threats and vocalizations in female macaques. Sci. Rep. 8, 1–14 (2018).
  70. Gregory, S. G. et al. Genomic and epigenetic evidence for oxytocin receptor deficiency in autism. BMC Med. 7, (2009).
  71. Murgatroyd, C. et al. Dynamic DNA methylation programs persistent adverse effects of early-life stress. Nat. Neurosci. 12, 1559–1566 (2009).
  72. Murgatroyd, C. A. & Nephew, B. C. Effects of early life social stress on maternal behavior and neuroendocrinology. Psychoneuroendocrinology 38, 219–228 (2013).
  73. Fisher, H. Anatomy of Love: A Natural History of Mating, Marriage, and Why We Stray. W. W. Norton & Company (2016). Available at: https://books.google.at/books?id=sWFYCgAAQBAJ&pg=PT151&lpg=PT151&dq=VTA+being+dumped&source=bl&ots=rHyiP6LgMi&sig=ACfU3U37RAfgfB0N0SLV5IrcqFx0wWDslQ&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwi-uev2-4fpAhVT6KYKHTawA2YQ6AEwDHoECAcQAQ#v=onepage&q=VTA being dumped&f=false. (Accessed: 27th April 2020)
  74. Fisher, H. Helen Fisher erforscht das verliebte Gehirn. (YouTube, 2008).
  75. Maslar, D. The science of attraction. YouTube (2014). Available at: https://www.youtube.com/watch?v=169N81xAffQ. (Accessed: 28th April 2020)
  76. Andersson, M. Sexual Selection . Princeton University Press (Princeton University Press, 1994).
  77. Koike, T. et al. Neural substrates of shared attention as social memory: A hyperscanning functional magnetic resonance imaging study. Neuroimage 125, 401–412 (2016).
  78. Jones, B. C., Debruine, L. M., Little, A. C., Conway, C. A. & Feinberg, D. R. Integrating gaze direction and expression in preferences for attractive faces. Psychol. Sci. 17, 588–591 (2006).
  79. Pappas, S. Eyes Reveal Sexual Orientation . Live Science (2012). Available at: https://www.livescience.com/22120-eyes-reveal-sexual-orientation.html. (Accessed: 28th April 2020)
  80. Langlois, J. H. et al. Maxims or myths of beauty? A meta-analytic and theoretical review. Psychol. Bull. 126, 390–423 (2000).
  81. Eagly, A. H., Ashmore, R. D., Makhijani, M. G. & Longo, L. C. What Is Beautiful Is Good, But…: A Meta-Analytic Review of Research on the Physical Attractiveness Stereotype. Psychol. Bull. 110, 109–128 (1991).
  82. Cash, T. F. & Kilcullen, R. N. The Aye of the Beholder: Susceptibility to Sexism and Beautyism in the Evaluation of Managerial Applicants1. J. Appl. Soc. Psychol. 15, 591–605 (1985).
  83. Sigall, H. & Ostrove, N. Beautiful but dangerous: Effects of offender attractiveness and nature of the crime on juridic judgment. J. Pers. Soc. Psychol. 31, 410–414 (1975).
  84. James, C. Critic’s Notebook; Feminine Beauty as a Masculine Plot . The New York Times (1991).
  85. Little, A. C., Jones, B. C. & Debruine, L. M. Facial attractiveness: Evolutionary based research. Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences 366, 1638–1659 (2011).
  86. Ford, C. S. . & Beach, F. A. Patterns of sexual behavior. – PsycNET. (1951).
  87. Manning, J. T., Scutt, D. & Lewis-Jones, D. I. Developmental stability, ejaculate size, and sperm quality in men. Evol. Hum. Behav. 19, 273–282 (1998).
  88. Manning, J. T., Scutt, D., Whitehouse, G. H. & Leinster, S. J. Breast asymmetry and phenotypic quality in women. Evol. Hum. Behav. 18, 223–236 (1997).
  89. Thornhill, R. & Gangestad, S. W. Facial sexual dimorphism, developmental stability, and susceptibility to disease in men and women. Evol. Hum. Behav. 27, 131–144 (2006).
  90. Lie, H. C., Rhodes, G. & Simmons, L. W. Genetic diversity revealed in human faces. Evolution (N. Y). 62, 2473–2486 (2008).
  91. Rhodes, G. et al. Do facial averageness and symmetry signal health? Evol. Hum. Behav. 22, 31–46 (2001).
  92. Thornhill, R. & Gangestad, S. W. Human facial beauty – Averageness, symmetry, and parasite resistance. Hum. Nat. 4, 237–269 (1993).
  93. Stephen, I. D., Law Smith, M. J., Stirrat, M. R. & Perrett, D. I. Facial skin coloration affects perceived health of human faces. Int. J. Primatol. 30, 845–857 (2009).
  94. Kaplan, M. Why did the monkey pee on his feet? : Nature News. Nature (2007). Available at: https://www.nature.com/news/2007/070903/full/070903-18.html. (Accessed: 29th April 2020)
  95. NBC News. Randy monkeys wash hands, feet in urine . NBC News (2007). Available at: http://www.nbcnews.com/id/20975879/ns/technology_and_science-science/t/randy-monkeys-wash-hands-feet-urine/#.XqnvHpMzbOQ. (Accessed: 29th April 2020)
  96. Singh, D. & Bronstad, P. M. Female body odour is a potential cue to ovulation. Proc. R. Soc. B Biol. Sci. 268, 797–801 (2001).
  97. Carvalho Santos, P. S., Schinemann, J. A., Gabardo, J. & Da Graça Bicalho, M. New evidence that the MHC influences odor perception in humans: A study with 58 Southern Brazilian students. Horm. Behav. 47, 384–388 (2005).
  98. Furlow, F. . The Smell of Love . Psychology Today (2016). Available at: https://www.psychologytoday.com/us/articles/199603/the-smell-love. (Accessed: 29th April 2020)
  99. Willis, M. T. Study: Birth Control Pill Use Affects Smell . ABC News (2006). Available at: https://abcnews.go.com/Health/story?id=117158&page=1. (Accessed: 29th April 2020)
  100. Oren, C. & Shamay-Tsoory, S. G. Women’s Body Odor during Ovulation Improves Social Perception in Single Men . Chem. Senses 44, 653–662 (2019).
  101. Chatterjee, A. The aesthetic brain : how we evolved to desire beauty and enjoy art. (Oxford University Press, 2014).
  102. Puts, D. A. Mating context and menstrual phase affect women’s preferences for male voice pitch. Evol. Hum. Behav. 26, 388–397 (2005).
  103. Dervish-O’Kane, R. The Benefits Of Orgasms Inc Sleeping Better. Womenshealth (2017). Available at: https://www.womenshealthmag.com/uk/health/sleep/a706978/benefits-of-orgasms/. (Accessed: 23rd April 2020)
  104. Wenner, M. Why Do Guys Get Sleepy After Sex? . Live Science (2013). Available at: https://www.livescience.com/32445-why-do-guys-get-sleepy-after-sex.html. (Accessed: 23rd April 2020)
  105. DiGiulio, S. The Science-Backed Reasons Orgasms Help You Sleep | HuffPost Life. Huffpost (2016). Available at: https://www.huffpost.com/entry/why-orgasms-help-you-sleep_n_57ade964e4b007c36e4e4f15?guccounter=1&guce_referrer=aHR0cHM6Ly93d3cuZ29vZ2xlLmNvbS8&guce_referrer_sig=AQAAAL5y-9yhEnR2D-bwggvHpftmTVRPHLfQSgGP8v4Cb1u27Vur5x0Ed_r0VsqNRB3CBL6MafCSk9vykOgC-BAFH2kguHPVB5GBDz2PwDoodwQre4vJX1x23nc2trwTEqyNwflNoxx8aFYUT8i-KmkHnyhBZ7D0vgLJ1yaktj0SikUx. (Accessed: 23rd April 2020)
  106. Lancel, M., Krömer, S. & Neumann, I. D. Intracerebral oxytocin modulates sleep-wake behaviour in male rats. Regul. Pept. 114, 145–152 (2003).

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.